Stockholm, Stadt der Inseln

Stockholm. Da waren wir auf einmal. Als ich Mittwoch einen Termin für Freitag in unserer Hauptstadt annahm ging dann alles ganz schnell. Nur noch 2 Tage bis Abfahrt. Von uns aus liegt Stockholm etwa 4 Stunden mit dem Auto entfernt. Aber wir sind ja spontan. Wir hatten auch Lappland hin und zurück in nur vier Tagen geschafft. Also Koffer gepackt und dann hieß es eine Unterkunft finden. Dies ging aber ziemlich schnell, denn in Stockholm gibt es wirklich eine große Auswahl an Hotels, Hostels, airbnb und vieles mehr. Wir entschieden uns für ein Hostel, was im nachhinein vielleicht doch nicht die beste Idee war. Warum, dazu später im Fazit mehr.

Da waren wir also. Die Hauptstadt Schwedens, ist ein faszinierendes Reiseziel, das sowohl kulturell als auch landschaftlich einiges zu bieten hat. Die Stadt, die auf 14 Inseln erbaut wurde und mit mehr als 50 Brücken verbunden ist, besticht durch ihre einzigartige Kombination aus historischer Architektur und moderner Infrastruktur. Zugegeben, ich war anfänglich doch etwas skeptisch. Bevorzuge ich doch eher das schwedische Landleben statt hektischem Stadtleben. Doch ich wurde eines besseren belehrt und so zog mich Stockholm schnell in seinen Bann– insbesondere, wie gut die Stadt für Familien geeignet ist und wie einfach es ist, sich dort fortzubewegen.

Sonnenuntergang am Hafen

Blick von der Brücke aus

Sehenswürdigkeiten und Museen

Stockholm bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten, die sowohl Kulturinteressierte als auch Familien mit Kindern ansprechen. Es gibt jede Menge super interessante Mussen.

Ein absolutes Highlight ist das tekniska Museet. Also das technische Museum. Das hat uns so gut gefallen, da wird es bald einen gesonderten Beitrag zu geben.

Das Vasa-Museum auf Djurgården ist auch sehr spannend für Groß und Klein. Hier kann man das berühmte Schiff Vasa besichtigen, das im 17. Jahrhundert gebaut wurde und nach einem dramatischen Unglück fast 300 Jahre später wieder geborgen wurde. Das Museum ist nicht nur spannend für Geschichtsinteressierte, sondern auch sehr anschaulich und kinderfreundlich aufbereitet.

Vasa Museum

technisches Museum

königliches Schloss

Ein weiteres Muss ist das Abba-Museum, das den weltberühmten Popgruppen aus Schweden gewidmet ist. Die interaktive Ausstellung ist besonders bei Musikfans und auch bei jüngeren Besuchern sehr beliebt.

Für Familien mit kleineren Kindern bietet auch das Junibacken eine wunderbare Möglichkeit, in die Welt von Astrid Lindgrens berühmten Geschichten einzutauchen. Wir haben für uns allerdings entschieden, dass unsere Kinder dem schon entwachsen sind mit 8 und 13 Jahren. Trotzdem sehr süß gemacht.

Diese und noch viele weitere Museen kann man besichtigen, aber man sollte Zeit mitbringen. Diese hatten wir leider nicht, da uns nur der Samstag für Unternehmungen blieb. Ich bin erstaunt wieviel wir aber in dieser Zeit geschafft haben zu entdecken.

Natürlich darf auch das Schloss von Stockholm nicht unerwähnt bleiben, ein imposantes Gebäude im Herzen der Stadt, das sich bestens für eine Besichtigung eignet. Wir haben uns den Königspalat von innen angeschaut. Man kann sich für eine Führung entscheiden oder es auf eigene Faust entdecken. Letzteres haben wir gemacht. Oh, da kommt man ins träumen und so mancher prunkvoller Raum ließ mich denken ich würde in Hogwarts bei Harry Potter stehen. Unsere Kinder kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Auch hier gilt, nehmt euch Zeit. Jeden Tag gibt es eine Wachablösung, die besonders für Kinder sehr spannend ist.

Mein persönliches Highlight: Die Altstadt Gamla Stan. Wow, was für ein Viertel. Hallo Winkelgasse. Gehen wir einen Zauberstab kaufen? So kam es mir vor als es dann auch wirklich noch zu schneien begann und die Altstadt schneebdeckte. Tatsächlich kann man so allerlei kaufen, denn es gibt eine Sci fi Buchhandlung und die ist absolut sehenswert für alle, die Harry Potter, Wednesday, Nightmare before Christmas und viele mehr, mögen. Auch super süße Läden gibt es dort einige. Ein Souvenir darf natürlich nicht fehlen und das wird man dort definitiv finden. In Gamla Stan stehen viele imposante Bauwerke und man weiß gar nicht wo man zuerst hinschauen soll. Die engste Gasse Stockholm´s solltet ihr euch auch unbedingt anschauen. Die ist nämlich grade mal nur 90cm breit. Aber auch süße Cafe´s oder Restaurants sind dort zu finden.

Öffentliche Verkehrsmittel und Mobilität

Ein großes Plus von Stockholm ist die hervorragende Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Die Stadt verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Bussen, U-Bahnen und Fähren, die es leicht machen, sich in der Stadt fortzubewegen. Besonders hervorzuheben ist die U-Bahn, die nicht nur ein praktisches Fortbewegungsmittel ist, sondern auch ein kleines Kunstmuseum. Jede Station ist individuell gestaltet, und es macht Spaß, durch die verschiedenen kunstvollen Unterführungen zu schlendern.

Selbst in so mancher Auto-Unterführung oder Tunnel kann man teilweise Skulpturen oder Kunstwerke bestaunen. Schon wirklich toll gemacht.

Die Fährverbindungen zwischen den Inseln sind ebenfalls sehr gut organisiert und bieten eine entspannte Möglichkeit, die Stadt aus einer anderen Perspektive zu erleben. Wer mit Kindern unterwegs ist, wird die entspannte Art des Reisens sicherlich zu schätzen wissen. Keine langen Wartezeiten auf den nächsten Zug.


Auto und Parken in Stockholm

Auch wenn die öffentlichen Verkehrsmittel so gut ausgebaut sind, gibt es sicherlich auch Situationen, in denen man mit dem Auto unterwegs ist. So wie wir. Es graute mir schon davor muss ich ehrlich sagen. Doch empfand ich es hinterher als gar nicht soooo schlimm. Gut, ich war aber auch nur der Beifahrer. Hier sollte man jedoch beachten, dass die Parkgebühren in Stockholm sehr hoch sind. Insbesondere im Stadtzentrum sind die Preise für Parkplätze wirklich teuer, und es kann schwierig sein, einen freien Platz zu finden. Auch die Parkplatzsituation in den Vororten ist nicht immer ideal. Daher empfehlen wir, wenn möglich, das Auto stehen zu lassen und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen.

Ich stehe auf dem Marktplatz, Stortorget

Fazit

Wow. Ich bin positiv überrascht. Unser Aufenthalt in Stockholm war rundum positiv, und wir können die Stadt jedem empfehlen, der auf der Suche nach einer lebendigen, kulturreichen Metropole ist. Besonders für Familien bietet die Stadt viele spannende Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten. Alleine schon die ganzen imposanten Gebäude dort. Die gute Erreichbarkeit über öffentliche Verkehrsmittel macht das Reisen in Stockholm angenehm und unkompliziert, und die vielfältigen Museen und Freizeitmöglichkeiten garantieren, dass es nie langweilig wird. Wir werden definitiv nicht das letzte Mal dort gewesen sein. Auf unserer Agenda steht dick “Stockholm im Sommer”. Es gibt nämlich noch so so viel mehr was wir dort entdecken können. Dann aber vielleicht nicht mehr in dem Hostel wo wir waren. Denn mit Kindern ist es wohl doch schöner, statt einem gemeinschafts-Bad und Toilette die drei Gänge weiter ist, ein eigenes Bad zu haben. Leider ließ auch die Sauberkeit unseres Zimmers sehr zu wünschen übrig. Aber für eine Nacht ging es.

Für uns war Stockholm jedoch definitiv ein lohnenswertes Ziel, das wir gerne wieder besuchen würden – aber beim nächsten Mal lassen wir das Auto besser stehen und setzen ganz auf die öffentlichen Verkehrsmittel!

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Technikmuseum, Stockholm

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Barfußschuhe im schwedischen Winter