Eine besondere Begenung

Unser Tag beginnt früh und voller Aufregung. Wir brechen auf Richtung Luleå, genauer gesagt nach Sjulsmark. Dort würde heute eine ganz besondere Begenung auf uns warten. Aber dazu gleich mehr.

Der Weg dorthin war bereits schon so wunderschön. Wir planen immer etwas mehr Zeit ein damit wir unterwegs an schönen Orten halten können. Hier mal ein Foto, da mal ein Foto… oder Kaffee.. oder “Mama wir haben hunger.”

Heute ist ein schöner Sonnentag im Februar. Es liegt viel Schnee, die Winterlandschaften sehen einfach prächtig aus. Unterwegs kommt uns mal das ein oder andere Rentier entgegen und stimmt uns direkt auf unser heutiges Abenteuer ein.

Aber erstmal möchten wir uns unterwegs stärken. Wir lieben es unser Essen am Feuer zu zubereiten, auch unterwegs ist das eine tolle Sache und sorgt immer für Gemütlichkeit und ein schönes outdoor Feeling.

Da haben wir dann gern unsere Sachen von Kupilka mit. Die sind schöne leicht und sehen toll aus.

Es sind oft die kleinen Dinge, die diese Momente besonders machen. Kupilka Geschirr gehört für uns einfach mit dazu, denn es ist viel mehr als nur Outdoor Geschirr. Sie erinnern uns daran, wie schön es sein kann, einfach draußen zu sitzen, eine Tasse Kaffee in der Hand zu halten und den Moment zu genießen. Kupilka besteht ungefähr zu Hälfte aus Holzfasern aus zertifizierten finnischen Wäldern und zur Hälfte aus lebensmittelechtem Kunststoff. Wer schonmal bei minus 20 Grad in Lappland aus einem Metallbecher getrunken hat, weiß das warm Material sehr zu schätzen. Die Produkte fühlen sich an, als gehörten sie in die nordische Natur und ehrlich, jeder Kaffee, jedes Gericht schmeckt irgendwie sofort direkt viel besser.

Gut gestärkt geht es weiter und schon bald erreichen wir unser eigentliches Ausflugsziel.
Vor uns liegt ein Tag bei Parfa. Einblicke in die samische Kultur und Begegnungen mit Rentieren in Nordschweden.

Es gibt Erlebnisse, die man besucht. Und es gibt Erlebnisse, die man fühlt. Unser Besuch bei Parfa in Nordschweden gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie. Was zunächst wie ein schöner Familienausflug klang, entpuppte sich schnell als etwas viel Wertvolleres: eine persönliche Begegnung mit der samischen Kultur, fernab von großen Touristengruppen und inszenierten Shows.

Stattdessen erwartete uns ein Tag voller Wärme, Geschichten und der Möglichkeit, einen kleinen, echten Einblick in eine der ältesten Kulturen Europas zu bekommen. Ein Tag bei. Einblicke in die samische Kultur und Begegnungen mit Rentieren in Nordschweden.

Eine herzliche Begrüßung auf dem Hof

Schon bei unserer Ankunft spürte man sofort, dass dieser Ort anders ist. Wir wurden nicht wie Gäste eines touristischen Programms empfangen, sondern eher wie Besucher, die man wirklich willkommen heißt. Die Atmosphäre war familiär und ruhig. Unsere Gruppe war bewusst klein gehalten. Neben uns waren nur zwei weitere Familien vor Ort. Genau das machte den Moment so besonders.

Keine Hektik, keine Warteschlangen, kein Gefühl, Teil einer großen Touristenmasse zu sein. Stattdessen Zeit. Raum. Begegnung.

Die Rentiere. Sanfte Tiere mit großer Bedeutung

Einer der ersten Programmpunkte war der Besuch der Rentieren. Insgesamt lebten zum Zeitpunkt unseres Besuchs dreizehn Tiere auf dem Hof. Für uns und besonders für die Kinder, war das natürlich ein absolutes Highlight.

Wir durften die Tiere füttern und aus nächster Nähe beobachten. Rentiere wirken unglaublich ruhig und gelassen. Ihre großen Augen, ihre vorsichtigen Bewegungen und diese ganz eigene, sanfte Präsenz machen es schwer, sich ihnen nicht sofort verbunden zu fühlen.

Katarina und Ronny haben uns viel Wissenswertes über die Tiere und ihre alljährliche Wanderung in die Berge Lapplands erzählt und sich viel Zeit genommen unsere Fragen zu beantworten.

Während wir so zwischen den Tieren standen, wurde schnell klar:

Diese Rentiere sind nicht einfach nur Tiere auf einem Hof. Für die samische Kultur haben sie seit Jahrhunderten eine zentrale Bedeutung. Rentierhaltung ist traditionell eine Lebensgrundlage der Sámi. Sie ist verbunden mit Wissen über Natur, Jahreszeiten und Landschaften. Ein Wissen, das über Generationen weitergegeben wird.

Das Lavvu. Wärme, Feuer und Geschichten

Nach der Begegnung mit den Rentieren gingen wir gemeinsam zum Lavvu. Das Lavvu ist ein traditionelles samisches Zelt, das äußerlich ein wenig an ein Tipi erinnert. Früher war es für viele samische Familien ein wichtiger Bestandteil ihres nomadischen Lebens, da es sich schnell auf und abbauen ließ. Im Inneren erwartete uns bereits ein knisterndes Feuer. Es war sofort warm und gemütlich. Wir setzten uns auf die vorbereiteten Plätze rund um die Feuerstelle. Für uns Erwachsene gab es Tee und Kaffee, für die Kinder warmen Kakao und Kekse. Allein diese Atmosphäre war schon etwas ganz Besonderes: draußen die nordische Landschaft, drinnen das Feuer, der Duft von Rauch und warmem Holz.

Doch das eigentlich Wertvolle begann erst danach. Persönliche Geschichten über das Leben als Sámi. Katarina, die Gastgeberin, begann zu erzählen. Nicht wie ein Vortrag, sondern wie jemand, der seine eigene Geschichte teilt. Sie sprach über ihr Aufwachsen in einer samischen Familie, über ihre Mutter und ihre Großmutter und darüber, wie Traditionen über Generationen weitergegeben werden. Dabei ging es nicht nur um Geschichte, sondern auch um Identität.

Die samische Kultur ist eng mit der Natur verbunden. Sie basiert auf Respekt gegenüber der Landschaft, den Tieren und den Jahreszeiten. Viele Traditionen und Lebensweisen haben sich über Jahrhunderte erhalten, obwohl sich die Welt um sie herum stark verändert hat. Diese Geschichten direkt von jemandem zu hören, der selbst Teil dieser Kultur ist, macht einen enormen Unterschied. Es ist etwas völlig anderes, als Informationen aus einem Buch oder einem Museum zu lesen.

Warum solche Begegnungen so wertvoll sind

Gerade in einer Zeit, in der viele Reiseerlebnisse stark inszeniert sind, wirkt ein Ort wie dieser besonders authentisch. Hier geht es nicht darum, eine Show zu bieten. Hier geht es darum, Begegnungen möglich zu machen. Die kleine Gruppengröße ermöglicht echte Gespräche. Kinder können Fragen stellen. Erwachsene können zuhören. Niemand wird durch ein straffes Programm gehetzt. Man sitzt gemeinsam am Feuer, hört Geschichten und merkt plötzlich, wie viel man dabei lernt, ganz nebenbei.

Ein Erlebnis für Familien

Besonders schön fanden wir, wie gut dieses Erlebnis auch für Kinder geeignet ist. Die Rentiere zu füttern war natürlich ein großes Abenteuer. Aber auch im Lavvu hörten die Kinder aufmerksam zu. Die Mischung aus Natur, Tieren, Feuer und Geschichten macht diesen Besuch für Familien unglaublich spannend. Es ist eine seltene Gelegenheit, Kindern Kultur nicht nur zu erklären, sondern sie erleben zu lassen.

Zum krönenden Abschluss hat Ronny uns noch eine Runde im Motorschlitten mit durch den verschneiten Wald genommen. Und die Kinder durften sich im traditionellen Lassowerfen üben. Ein Stück Nordschweden, das in Erinnerung bleibt.

Als wir später wieder gingen, hatten wir nicht nur schöne Fotos im Gepäck. Wir nahmen vor allem ein Gefühl mit. Das Gefühl, für einen Moment einen echten Einblick in eine andere Lebenswelt bekommen zu haben. Eine Welt, die eng mit der Natur verbunden ist und deren Traditionen bis heute lebendig sind. Solche Begegnungen bleiben.

Unser Fazit

Unser Besuch bei Parfa war für uns eines der schönsten und authentischsten Erlebnisse in Nordschweden.

Die Kombination aus:

•⁠ ⁠kleinen Gruppen

•⁠ ⁠persönlicher Atmosphäre

•⁠ ⁠Begegnungen mit Rentieren

•⁠ ⁠Geschichten aus erster Hand über die samische Kultur

macht diesen Ort wirklich besonders.

Wer Nordschweden bereist und sich für Kultur, Natur und authentische Begegnungen interessiert, sollte sich dieses Erlebnis unbedingt vormerken.

✨ Ein kleiner Tipp von uns:

Plant genug Zeit ein, um die Atmosphäre wirklich auf euch wirken zu lassen. Manche Erlebnisse sollte man nicht einfach nur abhaken, sondern bewusst genießen.

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