Drei Länder, ein Abenteuer

Drei Länder und ein Abenteuer, dass wir so schnell nicht vergessen werden. Mit Tallink Silja von Stockholm über Helsinki nach Tallinn, unsere Familienreise durch den Norden.

Strand in Hudiksvall

Es gibt Reisen, die plant man monatelang und dann gibt es Reisen, bei denen man schon beim ersten Gedanken weiß: Das müssen wir unbedingt erleben. Als wir die Möglichkeit bekamen, gemeinsam mit Tallink Silja, Visit Tallinn und Visit Stockholm eine Reise zu unternehmen, waren wir sofort begeistert. Nicht nur, weil wir den Norden lieben, sondern weil das Konzept einfach unglaublich klang.

Drei Länder, viel Seeluft und eine mittelalterliche Hauptstadt. Ganz ehrlich? Ich hätte vorher selbst nicht gedacht, dass das so unkompliziert funktioniert. Mit dem Auto Richtung Stockholm. Unsere Reise begann nicht erst auf dem Schiff. Sie begann viele hundert Kilometer weiter nördlich. Von unserem Zuhause in Skellefteå machten wir uns mit unserem Auto auf den Weg nach Stockholm. Rund acht Stunden Fahrt lagen vor uns, vorbei an endlosen Wäldern, spiegelglatten Seen und kleinen roten Holzhäusern, die aussehen, als wären sie direkt aus einem Astrid-Lindgren-Buch gefallen. Unser erster Halt war in Hudiksvall, wo wir die Nacht und den Abend am Meer verbrachten.

Wir sammeln Steinchen

Genau das liebe ich an Schweden. Je weiter man fährt, desto ruhiger wird der Kopf. Irgendwann merkt man, wie der Alltag langsam hinter einem verschwindet. Die Kinder schliefen zwischendurch, spielten, schauten aus dem Fenster und freuten sich auf das riesige Schiff, von dem wir seit Tagen gesprochen hatten. Denn für sie war das nicht einfach eine Fähre. Für sie war es ein schwimmendes Hotel.

Und ehrlich gesagt für uns Erwachsene auch.

Am nächsten Tag ging es für uns weiter. Stockholm, jedes Mal ein kleines Kribbeln. Obwohl wir Stockholm inzwischen schon öfter besucht haben, ist dieses Gefühl jedes Mal wieder da. Je näher man der Stadt kommt, desto größer wird die Vorfreude. Die Hochhäuser tauchen langsam am Horizont auf. Immer mehr Menschen. Immer mehr Verkehr. Schließlich liegt da der Hafen. Schon von weitem konnten wir unser Schiff sehen. Die Silja Symphony. Sie wirkte riesig. Selbst wenn man schon viele Schiffe gesehen hat, steht man davor und denkt nur: "Wow."

Vorfreude aufs Schiff

Wir erkunden das Deck

Die Kinder konnten kaum stillstehen. Ich hatte vorher ein bisschen Sorge. Vier Personen. Auto. Kabine. Restaurants. Wo müssen wir hin? Wie läuft das alles ab? Im Nachhinein kann ich sagen: Es war erstaunlich unkompliziert und schon wenige Minuten später standen wir schon auf Deck und suchten unsere Kabine. Alles war gut ausgeschildert. Gerade mit Kindern ist das Gold wert. Unser Zuhause für die Nacht. Wir hatten eine Family Sea View Kabine. Schon beim Betreten fiel sofort das große Fenster auf. Ich liebe Fenster auf Schiffen. Man hat das Gefühl, mitten auf dem Meer zu wohnen. Die Kinder suchten sofort ihre Betten aus. Koffer wurden ausgepackt. Wer schläft oben? Wer unten? Natürlich musste das erst ausführlich diskutiert werden. Währenddessen schauten wir Erwachsenen einfach hinaus aufs Wasser. Langsam legte das Schiff ab. Stockholm wurde kleiner. Die Schären zogen vorbei. Jetzt hat der Urlaub wirklich begonnen.

Statt auf offenes Meer hinauszufahren, gleitet das Schiff stundenlang durch die Stockholmer Schären. Links kleine rote Ferienhäuser, rechts winzige Inseln, Segelboote, Leuchttürme. Menschen, die am Wasser sitzen und winken. Immer wieder standen wir am Fenster oder an Deck. Es gab ständig etwas Neues zu entdecken.

Schärengärten bewundern

Stockholmer Schären

Ausblick von Deck

Ein Abend, an dem niemand auf die Uhr schaute

Nachdem wir unsere Kabine eingerichtet hatten, begann für uns eigentlich erst der schönste Teil des Abends. Die Silja Symphony ist nämlich weit mehr als nur ein Schiff, das einen von A nach B bringt. Über mehrere Decks verteilt gibt es Restaurants, Cafés, Geschäfte, Bars, Spielbereiche und eine lange Promenade, auf der überall etwas passiert.

Unser erster Stopp war das Grande Buffet. Schon beim Betreten fiel uns auf, wie groß die Auswahl ist. Frischer Fisch, verschiedene Fleischgerichte, Salate, warme Speisen, vegetarische Gerichte und natürlich ein riesiges Dessertbuffet, hier findet wirklich jeder etwas. Gerade mit Kindern ist das unglaublich entspannt. Niemand muss warten, bis das Essen kommt, jeder kann sich genau das aussuchen, worauf er Lust hat, und wenn einer plötzlich doch lieber Kartoffeln statt Nudeln möchte, ist das überhaupt kein Problem. Was ich ebenfalls sehr gut fand, jedem Gast wurde ein fixer Tisch zugeteilt, so gab es kein Gedrängel und man konnte ganz entspannt zum Buffet gehen ohne das man um seinen Platz fürchten musste.

Essen aus dem Grande Buffet

Wir ließen uns Zeit. Während draußen langsam die Schärenlandschaft vorbeizog, saßen wir gemeinsam am Tisch und genossen einfach den Moment. Es sind genau diese Abende, die man im Alltag viel zu selten hat. Kein Termin wartet, kein Haushalt ruft, niemand schaut ständig auf die Uhr.

Nach dem Essen machten wir das, was man auf einem Schiff unbedingt tun sollte: einfach loslaufen und entdecken. Überall spielte Musik. Ein paar Decks weiter begann bereits die Abendshow und auf der Promenade schlenderten Familien, Paare und Reisegruppen gemütlich von Geschäft zu Geschäft. Die Atmosphäre war lebendig, aber trotzdem angenehm entspannt.

Wir wollten natürlich alles sehen. Hier ein Spielautomat, dort ein Souvenirshop, dann wieder ein Fenster mit Blick aufs Meer. Aber wir ließen uns auch treiben, schauten uns die kleinen Läden an und beobachtete das bunte Treiben auf dem Schiff. Und wir Erwachsenen? Wir genossen es einfach, dass jeder seinen Spaß hatte.

Besonders beeindruckt hat uns die Abendunterhaltung. Es gab professionelle Shows, Live-Musik und Künstler, die für richtig gute Stimmung sorgten. Das Schöne daran: Niemand musste sich entscheiden zwischen Unterhaltung oder Ruhe. Wer Lust auf Action hatte, fand sie. Wer lieber mit einem Getränk aufs Meer schauen wollte, konnte das genauso tun. Genau das macht diese Reise so besonders. Die Überfahrt ist keine Zeit, die man "überbrücken" muss. Sie gehört zum Urlaub dazu.

Irgendwann wurden die Schritte der Kinder langsamer und die Augen kleiner. Wir machten uns auf den Weg zurück in unsere Kabine. Während draußen langsam die Dunkelheit über die Ostsee zog, kuschelten wir uns in unsere Betten. Durch das Fenster konnte ich noch die letzten Lichter am Horizont erkennen. Es ist ein ganz besonderes Gefühl zu wissen, dass man schläft, während einen ein riesiges Schiff lautlos in ein anderes Land bringt.

Gute Stimmung in der Moomin Disco

Die Kinder haben Spaß

Das wunderschöne Deck

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker überraschend früh, allerdings fiel das Aufstehen dieses Mal überhaupt nicht schwer. Nach einer ruhigen Nacht freuten wir uns schon auf das Frühstück. Im Tavolàta Ristorante Italiano wartete ein liebevoll angerichtetes Frühstück auf uns. Frisches Brot, Brötchen, Obst, Joghurt, Aufschnitt, Rührei, Speck, Kaffee: alles, was man sich für einen gelungenen Start in den Tag wünschen kann. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand blickte ich aus dem Fenster. Draußen tauchten bereits die ersten Inseln vor Helsinki auf. Langsam wurde der Schiffsverkehr dichter, kleine Boote kreuzten unseren Weg und am Horizont zeichnete sich die finnische Hauptstadt immer deutlicher ab. Nur wenige Minuten später legte die Silja Symphony im Hafen an. Nach einer Nacht auf See standen wir plötzlich in einem neuen Land. Genau dieser Moment fühlte sich fast ein bisschen unwirklich an: Gestern Nachmittag noch in Stockholm, heute Morgen schon in Helsinki.

Ein kurzer Zwischenstopp in Helsinki

Gegen 10:30 Uhr legten wir in Helsinki an. Auch wenn wir nur ein paar Stunden Zeit hatten, wollten wir die finnische Hauptstadt natürlich nicht einfach links liegen lassen. Das Wetter machte uns allerdings einen Strich durch die Rechnung. Es war grau, regnerisch und deutlich frischer als erhofft. Deshalb entschieden wir uns spontan für einen Hop-on-Hop-off-Bus, um möglichst viel von der Stadt zu sehen, ohne ständig im Regen unterwegs zu sein. Rückblickend würden wir diese Entscheidung allerdings nicht noch einmal treffen. Vielleicht lag es am Wetter, vielleicht an der Route, aber so richtig mitgerissen hat uns die Stadtrundfahrt leider nicht. Vieles zog einfach an uns vorbei, ohne dass wir wirklich das Gefühl hatten, Helsinki kennenzulernen. Mit Kindern ist es ohnehin nicht immer leicht, längere Zeit im Bus sitzen zu bleiben, und wir merkten schnell, dass wir lieber selbst durch die Straßen schlendern würden.

Natürlich ist das nur unser persönlicher Eindruck. Wer zum ersten Mal in Helsinki ist und mehr Zeit hat, kann mit dem Bus sicher einen guten Überblick bekommen. Also stiegen wir wieder aus und machten das, worauf wir alle Lust hatten: einfach ein bisschen treiben lassen. Wir bummelten durch die Geschäfte, stöberten in kleinen Läden und gönnten uns zwischendurch eine Pause. Gerade solche ungeplanten Momente gehören für mich oft zu den schönsten einer Reise. Ohne festen Plan entdeckt man manchmal die interessantesten Ecken. Viel zu schnell war es dann auch schon Zeit, zurück zum Hafen zu fahren. Der nächste Abschnitt unserer Reise wartete bereits.

Helsinki vom Schiff aus

Souveniers shoppen

Trolls sind ganz typisch

Auf dem Markt

Mit der MyStar über die Ostsee

Von Helsinki ging es weiter nach Tallinn, dieses Mal an Bord der MyStar von Tallink. Schon beim Betreten merkten wir, dass sich dieses Schiff deutlich von der Silja Symphony unterschied. Während die Übernachtungsfähre fast wie ein schwimmendes Hotel wirkt, ist die MyStar moderner, heller und auf schnelle Verbindungen ausgelegt. Ein echtes Highlight war für uns die Business Lounge, zu der wir Zugang hatten. Ganz ehrlich: Nach einem Vormittag voller Eindrücke tat diese Ruhe unglaublich gut. Hier ging es deutlich entspannter zu als im restlichen Schiff. Bequeme Sitzplätze, viel Platz, große Fenster mit Blick aufs Meer und ein hochwertiges Buffet mit warmen und kalten Speisen, Snacks, Kuchen sowie Kaffee und anderen Getränken machten die Überfahrt zu einer kleinen Auszeit.

Die Kinder machten es sich gemütlich, wir stärkten uns noch einmal und genossen einfach die entspannte Atmosphäre. Die Überfahrt zwischen Helsinki und Tallinn dauert nur rund zwei Stunden. Gerade deshalb verging die Zeit fast wie im Flug. Schon bald tauchte am Horizont die Silhouette von Tallinn auf. Wirklich, die Business Lounge ist etwas worauf wir nicht mehr verzichten wollen würden. Es fühlt sich einfach nochmal wie ein Urlaub im Urlaub an und finde ich grade auch spannend für Familien. Ich dachte bislang immer nur das nur Geschäftsleute dort sein können und hatte das gar nicht so im Kopf.

Wir genießen Ruhe und Komfort

Tallinn, eine besondere Stadt Estlands

Schon die ersten Meter durch die Stadt fühlten sich irgendwie besonders an. Unser erster Stopp war das Tallink City Hotel, das sehr zentral liegt. Für einen Städtetrip hätten wir uns keine bessere Lage wünschen können. Viele Sehenswürdigkeiten lassen sich von hier aus bequem zu Fuß erreichen. Aber auch die öffentlichen Verkehrmittel sind direkt vor der Türe, die wir dank der Tallinncard kostenlos nutzen konnten.

Unser Familienzimmer war modern, großzügig und genau das Richtige nach den vergangenen Reisetagen. Besonders angenehm fanden wir, dass wir uns erst einmal in Ruhe frisch machen konnten, bevor wir die Stadt erkundeten. Sogar eine Badewanne hatten wir, was besonderen Anklang fand.

Am Tallink City Hotel angekommen

Familienzimmer für super befunden

herrlich großes Bad

richtig gemütlich

Eine tolle Aussicht

Dann ging es durch Tallinn

Eine Altstadt wie aus einem Märchen . Von unserem Hotel aus liefen wir direkt Richtung Altstadt. Schon nach wenigen Minuten hatten wir das Gefühl, in einer anderen Zeit angekommen zu sein. Kopfsteinpflaster, alte Stadttore, Türme, kleine Häuser mit bunten Fassaden und enge Gassen. Überall kleine Cafés, Restaurants und Geschäfte. Man läuft nicht einfach durch Tallinn. Man bleibt ständig stehen. Hier entdeckt man einen kleinen Innenhof. Dort eine alte Holztür. Dann wieder ein Blick über die roten Dächer der Stadt. Wir besuchten unter anderem das alte Kloster mit seinen 800 Jahre alten Gemäuern. Ebenfalls sind viele viele Sehenswürdigkeiten, Museen und auch Cafes mit der Tallinncard kostenlos oder günstiger. Da man als Familie schnell ein Vermögen los wird, lohnt sich der Blick schon sich so eine Karte zu holen wenn man viel sehen möchte.

Domenican Convent

Historischer Ausblick

Die bekannte Stadtmauer

Unter der Altstadt - Kiek in de Kök

Gerade die Kinder hatten erstaunlich viel Spaß daran, einfach durch die Gassen zu streifen. Hinter jeder Ecke wartete etwas Neues. Unterirdisch durch die Geschichte. Ein echtes Highlight unseres Aufenthalts war der Besuch der Bastionsgänge bei Kiek in de kök.

Dort verlaufen historische Tunnel, die früher Teil der Verteidigungsanlagen waren. Heute kann man sie besichtigen und erfährt dabei unglaublich viel über die Geschichte Tallinns. Die geheimnisvollen Gänge, das gedämpfte Licht und die Geschichten über das frühere Leben unter der Stadt machten den Rundgang richtig spannend. Man hat fast das Gefühl, selbst Teil der Geschichte zu sein. Gerade solche Erlebnisse bleiben Kindern oft viel länger im Gedächtnis als ein normales Museum. Ein Museum, das alle begeistert hat

Tief unter der Erde

Ein wirkliches Erlebnis

Danach besuchten wir das PROTO Invention Factory.

Und wenn ich nur einen einzigen Ort für Familien in Tallinn empfehlen dürfte, dann wahrscheinlich diesen. Schon beim Betreten merkt man, dass hier nichts gewöhnlich ist. Es geht um Erfindungen, Technik und Wissenschaft, allerdings nicht trocken erklärt, sondern zum Ausprobieren. Überall darf man anfassen, experimentieren und mitmachen. Das absolute Highlight waren für uns die Virtual-Reality-Stationen. Plötzlich flog man mit einem Heißluftballon, steuerte verrückte Maschinen oder tauchte in fantastische Welten ein. Selbst wir Erwachsenen hatten mindestens genauso viel Spaß wie die Kinder. Es war eines dieser Museen, in denen man eigentlich nur eine Stunde verbringen möchte und plötzlich merkt, dass fast ein halber Tag vergangen ist.

Im Museum Proton

Museum of Fun

Hat aufjedenfall seinem Namen alle Ehre gemacht. Viele schöne Kulissen für tolle Fotos und Selfies. Da hatten sowohl unsere Kinder, als auch wir großen Spaß.

Estland schmeckt anders

Natürlich wollten wir auch typisch estnische Spezialitäten probieren. Also stöberten wir durch Supermärkte und kleine Geschäfte. Dabei entdeckten wir viele Produkte, die wir noch nie gesehen hatten. Besonders neugierig waren wir auf die berühmten Kohuke, kleine Quarkriegel mit Schokoladenüberzug und verschiedenen Füllungen. In Estland scheinen sie fast schon ein Nationalheiligtum zu sein. Die Auswahl war riesig. Auch die traditionellen Lebkuchen landeten natürlich in unserem Einkaufskorb. Genau solche Kleinigkeiten gehören für uns zu jeder Reise dazu. Denn ein Land lernt man nicht nur über Sehenswürdigkeiten kennen, sondern auch über seinen Alltag.

Eine Stadt zum Entschleunigen. Was uns an Tallinn besonders gefallen hat, war die entspannte Atmosphäre. Obwohl viele Besucher unterwegs waren, wirkte die Stadt nie überlaufen oder hektisch. Alles fühlte sich etwas ruhiger an, gemütlicher. Fast entschleunigt. Wir ließen uns einfach treiben, setzten uns zwischendurch auf eine Bank, beobachteten das Leben auf den Plätzen und genossen es, einmal keinen festen Zeitplan zu haben. Abends im Hotel tat ein Bad dann sehr gelegen. Geschlafen haben wir auch wie die Babys, die Betten waren einfach zu gemütlich, sodass es uns am nächsten Morgen ein bisschen schwer fiel sie wieder zu verlassen. Aber auf uns wartete ein leckeres Frühstück. Besonders unser Sohn fand es ganz toll sich selbst Eiswaffeln machen zu können und Eis am Morgen zu essen. Joachim und ich, wir freuten uns auf eine leckere Tasse Kaffee. Marie stürzte sich auf die leckeren Früchte. Ein Frühstücksbuffet was wirklich reichhaltig ist und keine Wünsche offen lässt. Insgesamt sind wir mit dem Hotel sehr zufrieden gewesen. Alles ist sehr sauber, jeder ist sehr freundlich, das Bett super gemütlich und das Essen lecker.

Das leckere Frühstücksbuffet

Eis zum Frühstück

Kaum zu glauben, aber schon war es Zeit, Tallinn wieder zu verlassen.

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man gerade erst angekommen ist und eigentlich noch tausend Dinge entdecken möchte? Genau so ging es uns. Wir hätten problemlos noch zwei oder drei Tage länger bleiben können. Es gab noch so viele kleine Gassen, Cafés und Ecken, die wir nicht gesehen hatten. Doch genau das ist vielleicht das Schönste an einer Reise: Wenn man mit dem Gefühl nach Hause fährt, unbedingt wiederkommen zu wollen.

Die Baltic Queen Tallinn - Stockholm

Also machten wir uns auf den Weg zurück zum Hafen, wo bereits die Baltic Queen auf uns wartete. Noch einmal Schiff und trotzdem ganz anders. Obwohl wir wenige Tage zuvor bereits mit der Silja Symphony unterwegs gewesen waren, fühlte sich die Baltic Queen keineswegs wie eine Wiederholung an. Jedes Schiff hat seinen eigenen Charakter. Kaum hatten wir eingecheckt, bezogen wir unsere Kabine und machten uns wieder auf Erkundungstour. Die Kinder kannten sich inzwischen fast schon aus und wussten genau, was sie zuerst sehen wollten.

Man läuft über die Promenade, schaut in die Geschäfte, hört irgendwo Live-Musik, entdeckt eine Show und vergisst völlig, dass man sich eigentlich mitten auf der Ostsee befindet. Unser letzter gemeinsamer Abend. Natürlich durfte auch an diesem Abend ein gemeinsames Essen nicht fehlen. Gerade auf Reisen liebe ich Buffets. Jeder findet etwas nach seinem Geschmack, die Kinder können Neues ausprobieren, ohne gleich ein ganzes Gericht bestellen zu müssen, und man sitzt einfach länger zusammen.

Während draußen langsam die Küste Estlands verschwand, ließen wir die vergangenen Tage Revue passieren. "Was war dein Highlight?" Eine Frage, die bei uns auf jeder Reise irgendwann gestellt wird.Ben musste nicht lange überlegen. "Die Tunnel!" Natürlich. Die geheimnisvollen Bastionsgänge hatten ihn genauso begeistert wie mich. Marie schwärmte von der Altstadt und den kleinen Geschäften.

Und ich? Ich konnte mich tatsächlich nicht entscheiden. Vielleicht war es genau diese Mischung aus Schiff, Städten, Geschichte und gemeinsamer Familienzeit. Endlich wieder eine richtige Nacht.

leckere Obstplatte in unserem Zimmer

Er hat sich ein Andenken gekauft

Bands und Shows am Abend

Sonnenuntergang über den Ozean

Was mich an diesem Abend fast genauso glücklich machte wie die Reise selbst, war etwas ganz anderes.

Es war dunkel.

Wer uns schon länger begleitet, weiß, dass wir im hohen Norden Schwedens leben. Im Sommer werden die Nächte dort kaum noch richtig dunkel. Die berühmten weißen Nächte sind wunderschön, aber ich muss ehrlich sagen: Ich vermisse manchmal die Dunkelheit.

Als wir abends in unserer Kabine lagen und aus dem Fenster schauten, war draußen tatsächlich Nacht. Kein Sonnenlicht um Mitternacht. Nur die Lichter des Schiffes, das dunkle Meer und dieser ruhige Moment nach einem erlebnisreichen Tag. Ich hätte stundenlang einfach nur aus dem Fenster schauen können.

Am nächsten Morgen erreichten wir Stockholm.

Da wir Stockholm bereits mehrfach besucht hatten, verzichteten wir bewusst auf die ganz großen Klassiker wie das Vasa-Museum oder Gamla Stan. Stattdessen ließen wir den Vormittag ruhig angehen, genossen die Atmosphäre und freuten uns einfach darüber, noch ein paar Stunden in einer unserer Lieblingsstädte verbringen zu können. Bei visitstockholm findet ihr ganz viele Informationen über das was ihr euch in Stockholm nicht entgehen lassen solltet. Wir haben ein Schmetterlingshaus besucht, dort war auch direkt ein Aquarium mit drin. Ein schönes Erlebnis, wenn auch natürlich sehr sehr warm. Es gibt schon wirklich wunderschöne Schmetterlinge in den verschiedensten Größen. Ebenso auch so schöne Fische. Ein perfekter Abschluss unserer Reise diese kleine Unternehmung.

Unser Fazit: Würden wir diese Reise noch einmal machen?

Ohne zu überlegen:

Ja… Sofort.

Nicht nur wegen Tallinn.

Nicht nur wegen Helsinki.

Nicht nur wegen Stockholm.

Sondern wegen des gesamten Erlebnisses. Denn mit Tallink ist alles so super unkompliziert und genau das ist es, worauf wir in unserem Urlaub wert legen. Sei es auf den Schiffen oder in den Tallink Hotels.

Die Reise beginnt nämlich nicht erst am Ziel. Sie beginnt in dem Moment, in dem man aufs Schiff geht. Plötzlich wird die Überfahrt selbst Teil des Urlaubs. Man isst gemeinsam, schaut sich Shows an, entdeckt das Schiff, schläft mitten auf der Ostsee ein und wacht am nächsten Morgen in einem neuen Land auf. Für Kinder ist das ein riesiges Abenteuer. Für Erwachsene eine wunderbare Möglichkeit, einmal herunterzufahren und den Alltag hinter sich zu lassen.

Besonders begeistert hat uns, wie unkompliziert alles war. Kein ständiges Kofferpacken. Keine langen Transfer. Keine Hektik. Alles ging ineinander über. Roadtrip, Schiffsreise, Städteurlaub, Familienzeit. Genau diese Kombination hat diese Reise für uns so besonders gemacht.

Tallinn hat uns völlig überrascht. Nicht laut. Nicht überlaufen. Sondern charmant, geschichtsträchtig, familienfreundlich und unglaublich gemütlich. Was wir besonders gut fanden und das extra nochmal erwähnen möchten, es war wirklich das erste Mal, dass wir bei Stockbetten einen seperaten Rausfallschutz im Zimmer hatten. Absoluter Pluspunkt! Was uns ebenfalls sehr gut gefallen hat, waren die Familienzimmer auf der Baltic Queen. Dort sind schon die Gänge etwas breiter und die Kinder, haben ein eigenes Kinderzimmer.

Helsinki war ein schöner Zwischenstopp, auch wenn wir beim nächsten Mal sicher mehr Zeit einplanen würden.

Die Überfahrten mit Tallink Silja waren weit mehr als nur ein Transportmittel, sie waren ein fester Bestandteil unseres Urlaubs.

Wenn ihr also auf der Suche nach einer Reise seid, die Abenteuer, Entspannung und Familienzeit miteinander verbindet, dann können wir euch diese Route von Herzen empfehlen. Das Tolle ist, dass ihr bei Tallink Silja eure Reise ganz individuell erstellen könnt, so wie es für euch am besten passt. Vielleicht steigt ihr dann auch irgendwann auf ein riesiges Schiff, geht abends schlafen und wacht am nächsten Morgen in einem anderen Land auf.

Ganz ehrlich?

Allein für dieses Gefühl ist die Reise schon wert!



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Zwischen Baumwipfeln in Lappland